Salesforce Einstein

Automatisierung & CRM Hochrisiko möglich Zur Anbieter-Seite ↗

Salesforce Einstein kann für Automatisierung und CRM eingesetzt werden, erfordert jedoch bei Hochrisiko‑Anwendungen ab 02.12.2027 besondere Pflichten wie Transparenz, menschliche Aufsicht, Datenschutz‑Prüfung und Dokumentation. Die Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 betrifft nur bestimmte Nutzer‑Szenarien, nicht jede KI‑generierte Ausgabe.

Transparenz gegenüber Betroffenen Menschliche Aufsicht (Human Oversight) DSGVO-/Datenschutz-Prüfung Dokumentation / KI-Inventar

⏰ Hochrisiko-Regeln je nach Einsatz ab 02.12.2027

Selbstständige und kleine Unternehmen, die Salesforce Einstein für Kundendatenanalyse, Lead‑Scoring oder automatisierte Kommunikation nutzen, sollten zunächst prüfen, ob ihr Anwendungsfall als Hochrisiko‑System eingestuft wird. Ist das der Fall, gelten ab dem 02.12.2027 die Hochrisiko‑Regeln: Transparenz gegenüber den betroffenen Personen, nachweisbare menschliche Aufsicht, eine DSGVO‑konforme Daten‑ und Datenschutz‑Prüfung sowie die Führung eines KI‑Inventars mit entsprechender Dokumentation. Die allgemeinen Transparenzpflichten nach Art. 50 des EU‑AI‑Acts gelten ab dem 02.08.2026, jedoch differenziert: Der Anbieter von Salesforce Einstein muss synthetische Inhalte maschinenlesbar markieren (z. B. Wasserzeichen, Metadaten). Nutzer*innen (Deployer) müssen nur in drei Fällen offenlegen, dass KI eingesetzt wurde: bei Chatbots, bei Deep‑Fake‑Inhalten und bei KI‑generierten Texten zu Themen von öffentlichem Interesse, sofern keine menschliche redaktionelle Kontrolle erfolgt. Ein von ChatGPT erstellter Werbetext, der anschließend von einem Menschen überarbeitet und verantwortet wird, muss in der Regel nicht als KI‑Text gekennzeichnet werden. Unternehmen sollten daher vor dem Einsatz ein Risikoprofil erstellen, geeignete Kontrollmechanismen etablieren und die Dokumentationspflichten erfüllen, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen.

Häufige Fragen zu Salesforce Einstein

Muss ich bei der Nutzung von Salesforce Einstein meine Kunden darüber informieren, dass KI im Einsatz ist?

Ja, wenn die KI‑gestützte Anwendung direkt mit Kunden interagiert (z. B. Chatbot) oder KI‑generierte Inhalte zu öffentlichen Themen veröffentlicht werden, muss eine klare Hinweis‑Kennzeichnung erfolgen. Für rein interne Analysen besteht keine generelle Informationspflicht gegenüber den Kunden.

Welche Maßnahmen zur menschlichen Aufsicht sind bei Salesforce Einstein erforderlich?

Für Hochrisiko‑Einsätze sollte ein Mensch die KI‑Entscheidungen prüfen und bei Bedarf korrigieren können. Das kann durch regelmäßige Review‑Prozesse, Freigabe‑Workflows oder die Möglichkeit zum manuellen Eingriff geschehen. Die Aufsicht muss dokumentiert und nachweisbar sein.

Wie erfülle ich die Dokumentations‑ und KI‑Inventar‑Pflichten für Salesforce Einstein?

Erstellen Sie ein Verzeichnis, das alle eingesetzten KI‑Modelle, deren Zweck, Datenquellen und Risikobewertung enthält. Halten Sie fest, welche Maßnahmen zur Transparenz, Datenschutz‑Prüfung und menschlichen Aufsicht ergriffen wurden, und aktualisieren Sie das Inventar bei Änderungen des Einsatzes.

Nutzt du dieses Tool beruflich? Finde in 2 Minuten heraus, welche AI-Act-Pflichten für dich konkret relevant sein können.

Jetzt kostenlosen Selbstcheck starten →

Kostenlos • anonym • ohne Anmeldung • Ergebnis sofort

Stand: 11. September 2026

Alle Angaben sind eine erste Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung.